Buttermarkt

Der Historische Stadtteil Buttermarkt

Zu den vielfältigen Bemühungen in Adenau, die weit zurückreichende Geschichte sichtbar zu machen, gehört das Projekt des Historischen Stadtviertels Buttermarkt. Hier, am südlichen Ortsrand von Adenau, steht der älteste noch nachweisbare Profanbau der Stadt, das „Burghaus“ der Herren von Adenau. Eine Erwähnung dieser Burg und des Burgherren Peter von Adenau ist aus dem Jahre 1396 verbrieft. Man geht davon aus, dass die Herren von Adenau in enger Beziehung zur Nürburg standen. Diese bedeutende Höhenburg wurde zwischen 1107 und 1126 erbaut und gehörte ab 1290 für Jahrhunderte den Kölner Erzbischöfen.

Als aus der Nachbarschaft ein Fachwerkhaus zu versetzen war, wuchs der Plan des historischen Stadtviertels. Schon vorhandene, privat genutzte Fachwerkhäuser passen gut ins Bild, eine Plastik des Adenauer Bildhauers Georg Gehring, die „Butterfrau“, stellt den Bezug zum alten Buttermarkt her.

Das Fachwerkhaus „Romes-Hartmann“, vollständig rekonstruiert und gemeinnützigen Zwecken zugeführt, ist das zweite wesentliche Element des heutigen Buttermarktes. Es beherbergt eine Dauerausstellung des Adenauer Künstlers Bernhard Müller-Feyen und das Studio des "Adenauer Bürgerkanals". Die ebenfalls rekonstruierte, als Theater-, Fest- und Versammlungsraum nutzbare Scheune und das wiederbelebte, voll funktionsfähige Backhaus runden das Projekt ab. Eine Bereicherung ganz eigener Art ist ein Kräutergarten im Innenhof.

Das Burghaus

Die Zeit um das Jahr 1480 wurde bei den dendrologischen Untersuchungen von hölzernen Fensterstürzen und Fachwerkwänden als die Entstehungszeit des Burghauses ermittelt. Der verputzte Bruchsteinbau hat einen nahezu quadratischen Grundriss. Die Mauern sind bis zu einem Meter dick. Bei den Restaurierungsarbeiten wurden auch Schießscharten und eine Pechnase entdeckt. Durch die Pechnase wurden einst unliebsame Besucher mit Pech und anderen Flüssigkeiten abgewehrt.

Das Burghaus war ein befestigter Wohnturm und als ein festes Haus der zweite Siedlungsursprung von Adenau nach dem Marktbereich. Im Gebäude, heute auch Domizil des Restaurants Periferia, (zur Zeit leider geschlossen) sind mit Parterre, Hochparterre und Obergeschoss drei Ebenen. Das Hochparterre ist zum Teil als spätgotische Halle und zum Teil als barocke Galerie ausgeführt.

Das Haus Romes-Hartmann

Das an dieser Stelle aus der oberen Hauptstraße in die unmittelbare Nachbarschaft translozierte Fachwerkhaus „Romes-Hartmann“ steht auf einem Bruchsteinsockel. Besondere Pracht verleiht dem Gebäude das Vorkragen des Obergeschosses und der aufwendig verzierte Eingang. Im Inneren beeindrucken die Holztreppe und ein Kamin im Erdgeschoss. Die Inschrift über der Tür lautet „Peter Lehmann Girtrud Rommns, Eheleit anno 1702 8. May“ und weist auf die Zeit des Erbauens hin.

Nach Südwesten befindet sich ein runder Anbau für einen Backofen. Heute finden wir hier den „Adenauer Bürgerkanal“ – einen kommunalen offenen Fernsehkanal. Vor allem aber ist das Haus Romes-Hartmann Domizil einer Ausstellung des renommierten Adenauer Maler und Bildhauer Bernhard Müller-Feyen. Sie setzt einen weiteren Akzent des kulturellen Angebotes am Buttermarkt. Eine Bauernstube und eine Dokumentation zum historischen Stadtteil Buttermarkt runden das Angebot für den Besucher ab.

Kontakt

Adresse:
Historischer Stadtteil Buttermarkt, Hauptstraße 286, 53518 Adenau

Träger:
Stadt Adenau, Telefon 02691 / 305 – 704

Standort:
Ortsausgang von Adenau in Richtung Breidscheid/Nürburgring (B 257)

Öffnungszeiten:
nähere Informationen, Stadt Adenau, Telefon 02691 / 305 – 704

Führungen / Ausstellung:
Informationen zum Buttermarkt und zur Ausstellung „Bernhard Müller-Feyen“, Telefon 02691 / 305 – 704